Mobilität: CNG als Brücke nach Jamaika

Der Weg aus dem Dilemma von FDP, Grünen und Union

München/Berlin, 14. November 2017 | Bei den Sondierungsgesprächen zu einer
möglichen „Jamaika“-Koalition führt der Verbrennungsmotor zum Grundsatzstreit:
Macht der Verbrennungsmotor das Klima kaputt oder schadet ein Verbot der deutsche
Wirtschaft? Die Lösung des Dilemmas liegt in der Mitte der Positionen und ist
sofort verfügbar, kostengünstig und nachhaltig: CNG, umgangssprachlich auch
Erdgas.

Zwischen „weiter so mit Benzin und Dieselmotoren“ und dem verkürzt wiedergegebenen „Verbot von Verbrennungsmotoren“ scheint kein Kompromiss möglich. „Falsch“, sagt Miklos Graf Dezasse, Präsident der Verbraucherinitiative CNG-Club: „Wer genau hinhört, sieht schon bei der Forderung der Grünen wo die Lösung liegt: bei CNG aus regenerativen Quellen.“
Zwar fordern Bündnis 90/Die Grünen zukünftig ein Verbot von Neuzulassungen von Pkw mit fossilem Verbrennungsmotor. „Der CNG-Motor ist der einzige Verbrennungsmotor, der 100 Prozent regenerativ kann“, erklärt Birgit Maria Wöber, Vorstand beim CNG-Club. „Und zwar nicht erst morgen, sondern schon heute!“

CNG: gut fürs Klima und sichert Arbeitsplätze
CNG-Fahrzeuge punkten überall, wo Benzin und Diesel einerseits und Akku-Fahrzeuge andererseits Schwachstellen haben. Für den Klimaschutz ist CNG der richtige Weg, denn schon heute fahren CNG-Fahrzeuge mit nachhaltig erzeugtem Biomethan oder Windgas fast klimaneutral. Und selbst mit Erdgas, das ebenso wie Biomethan im CNG-Fahrzeug gefahren werden kann, lässt sich sofort eine CO2-Emissionsminderung von mehr als 20 Prozent erzielen. „Aktuell am Markt verfügbare CNG-Autos liegen bei den CO2-Emissionen auch niedriger als Elektroautos mit Batterien“, betont CNG-Expertin Wöber. Aber auch industriepolitisch ist es der richtige Weg und könnte damit FDP und die Union erfreuen. Denn anders als Elektromobilität sichern CNG-Fahrzeuge Arbeitsplätze in Deutschland und Europa. „Ein Arbeitsplatz-Abbau droht bei dem Umstieg auf CNG nicht – ob in einer Fabrik Benzinmotoren oder CNG-Motoren gebaut werden, spielt für die Beschäftigten keine Rolle“, so Wöber. „Aber selbst die Autofahrer gehören bei CNG zu den Gewinnern, denn die Kraftstoffkosten auf 100 km liegen deutlich niedriger als bei Benzin und Diesel“. Auch beim Kaufpreis liegt das CNG-Auto auf dem Niveau von Diesel-Modellen. Da bei CNG anders als bei modernen Benzin-Motoren fast kein Feinstaub entsteht und im Gegensatz zu
Diesel-Fahrzeugen auch der Stickoxid-Ausstoß kein Problem ist, profitieren auch Kommunen und Bewohner der Städte von der CNG-Mobilität. Fahrverbote drohen den CNG-Autos daher nicht. Ihre Alltagstauglichkeit haben CNG-Fahrzeuge seit Jahren bewiesen: „Zuverlässigkeit, Sicherheit, Fahrverhalten und Reichweite entsprechen dem, was Autokäufer heute von einem Neuwagen erwarten. Die Umweltfreundlichkeit und den Klimaschutz gibt´s sozusagen oben drauf“, betont Graf Dezasse abschließend.

PDF: CNG_als_Bruecke