Wie man zu einem CNG-Auto kommt…

Vor drei Jahren waren wir auf der Suche nach einem kleinen Vernunftauto. Zwei wesentliche Kriterien waren: Schiebedach und so sparsam und sauber wie möglich.
Bei der Recherche stieß ich schließlich auf einen – für mich damals – unglaublichen Wert von 2,9 kg von etwas, das ich bis dahin nicht mit Autos in Verbindung gebracht hatte: Der CNG-Antrieb.

Aus der Recherche nach einen Vernunftauto wurde dann eine Recherche zu CNG, das sich damals noch oftmals Erdgas nannte. Zuerst hielt ich das, wie viele andere Menschen auch für eine Brückentechnologie, denn schließlich ist Erdgas ja zunächst ein fossiles Gas. Je tiefer ich aber grub, desto klarer wurde, dass CNG regenerativ erzeugt werden kann und auch schon erzeugt wird: Biomüll, Fäkalien, alle organischen Reststoffe lassen sich zu Biomethan verarbeiten. Aber argwöhnisch wie ich bin, wollte ich natürlich auch kein Essen in meinem Tank. Auch das ist bei Bio-CNG der 2. Generation kein Thema mehr, denn dort werden nur tatsächlich anfallende organische Reststoffe zu CNG verarbeitet: Kein Essen im Tank, keine Monokulturen, sondern fahren mit Müll und Entschuldigung, aber ich muss das so sagen: „auch mit Scheiße“. (www.waterworld.com & www.verbiogas.de & www.gibgas.de)
Eine Rücksprache mit der Werkstatt und dem Händler meines Vertrauens brachten weitere Klarheit zu CNG-Autos: Machen!

So kam vor gut zwei Jahren unser erstes winziges CNG-Auto ins Haus, das dem eigentlichen und größeren Hauptauto ständig den Rang ablief: Der Diesel blieb aus Umwelt- und auch Kostengründen immer häufiger stehen.
Jetzt zwei Jahre nach den ersten äußerst positiven Erfahrungen mit unserem winzigen CNG-Auto haben wir uns auch von unserem Diesel Kombi getrennt und ihn durch ein entsprechendes CNG-Pendant ersetzt. Auch dieser verbraucht unter 4 kg CNG in der Realität und nicht auf dem Papier und so haben wir nicht nur ein besseres Gewissen, wenn wir das Auto statt dem Fahrrad benutzen müssen, sondern auch immer ein Lächeln an der Kasse der Tankstelle. Und die ungläubigen und erstaunten Blicke der Menschen, die das an der Tankstelle sehen sind einfach nur eines: Unbezahlbar!

Grüße aus Ravensburg

Marcus

 

3 thoughts on “Wie man zu einem CNG-Auto kommt…

  • Ich bin jetzt durch Dieselgate auf die CNG Alternative aufmerksam geworden. Unterstützt durch die Abwrack- und Zukunftsprämie fällt mir die Entscheidung leichter mich von meinem sparsamen 8 Jahre alten Fabia Greenline (Diesel) zu trennen. Es ist nur verdammt schwer, sich einen Überblick über den CNG-Automarkt zu verschaffen.
    Suche einen sparsamen aber nicht zu kleinen (brauchen ihn auch für den Familienurlaub) und nicht überdimensionerten CNGler. Bin durch den Autohändler auf den Seat Leon aufmerksam geworden. Hat die ideale Größe aber der 81 kW 1,4 TGI-Motor erscheint mir nicht der sparsamste zu sein. Weiterhin gefällt mir nicht, dass man neben den 15 kg CNG noch 50 l Benzin an Bord hat (muß man ja nicht voll tanken)…

  • Hallo Alfons,

    wir haben in diesem Jahr auch unseren Fabia Combi TDI gegen einen Leon ST TGI getauscht. Der 1.4 TGI ist durchaus sparsam, ich fahre ihn derzeit mit 3,8 kg CNG auf 100 Kilometer (Werksangabe ist 3,6 kg). Damit gehört er in dieser Fahrzeugklasse zu den sparsamsten, die zu bekommen sind.

    Das Problem mit dem großen Benzintank hat mich anfangs auch gestört. Aber ich halte es eben so, dass ich versuche nur so 20 Liter an Bord zu haben, da fällt das Zusatzgewicht durch das Benzin weg. Andererseits durfte ich gerade feststellen, dass ein so groß dimensionierter Tank im Urlaub auch durchaus einen Vorteil haben kann, wenn, so wie in Galicien das CNG-Tankstellennetz dünn ist 😉

    Aus 2 Monaten Leon-Erfahrung kann ich ihn derzeit allerwärmstens empfehlen! Mehr Platz im Innenraum bietet der Octavia von Skoda, der auf der gleichen Plattform wie Leon und Golf basiert und alle drei im Grunde die gleiche Technik beinhalten.

    Hast du / haben Sie eine CNG-Tankstelle in der Nähe? (notfalls auf http://www.gibgas.de in der Umkreissuche mal schauen).

    Bei Fragen, gerne einfach nochmal hier nachfragen und auf keinen Fall von irgendeinem unwissenden Händler auf einen neuen Diesel oder Benziner umlenken lassen!

  • Hallo Alfons,
    auch ich fahre den SEAT Leon ST 1.4 TGI als Kombi.

    Meine realer Verbrauch liegt bei 3,9 kg auf 100 km = 4,30 €/100 km. Kfz-Steuer 30 €/Jahr. 🙂 Klar ist der Leon eine Kategorie als der Fabia größer. Trotzdem ist der Leon für eine Familie ideal. Mein Benzin-Behälter ist meist bis mit 10 Liter gefüllt. Auf meinen Wegen habe ich genügend CNG-Tankstellen.

    Prüfe einfach, ob Du auf den Wegen zur Arbeit, bei Dir vor Ort mindestens eine CNG-Tankstelle (am besten über http://www.gibgas.de) hast.Dann ist schon eine wichtige Frage beantwortet.

    Der Leon ist ja ohne extra Förderung schon 750 € günstiger als der 1,6 TDI-Diesel. Wenn ja noch schöne „Abwrackprämien“ speziell für den TGI-Motor dazu kommen, umso besser. Falls Du Deinen Fabia verschrotten lässt, ist der Leon in der Anschaffung genauso günstig wie eine Benziner.

    Schaue mal auf http://www.mobile.de, ob Leon TGI bei Deinen Autohändlern verfügbar sind.

    Gruß
    Hendrik

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