So schlimm die Corona-Pandemie besonders auch für die Automobilindustrie derzeit ist – sie bietet der Branche wie auch der Politik die Chance, vieles zu überdenken. Eine neue „Abwrackprämie“, die schon einmal zu einer katastrophalen Vernichtung von Ressourcen geführt hat und die jetzt möglicherweise Käufern von E-Fahrzeugen, die heute schon satte Kaufanreize erhalten, nochmals zugutekommt, kann nicht zielführend sein. Meiner Überzeugung nach werden hier die Verbraucher, wenn sie schon keine „Lust“ zum Kauf von E-Fahrzeugen haben, im Wesentlichen für die reicheren Kunden mitzahlen. Auch der Schrei nach mehr Ladesäulen auf Kosten der Steuerzahler ist groß. Hier frage ich mich aber: Warum soll der einzelne Bürger für wenige viel Geld ausgeben? Bei der ausschließlichen Fokussierung auf die E-Mobilität sehe ich zudem eine nicht mehr zu beherrschende Abhängigkeit vom Ausland auf uns zukommen.

Wir sollten uns also jetzt erneut dringend der Stärke der deutschen Wirtschaft besinnen und nicht einseitig auf E-Fahrzeuge setzen. Denn Hand aufs Herz: Wissen wir nicht alle, dass diese Fahrzeuge von den Verbrauchern hauptsächlich wegen der massiven Subventionen akzeptiert werden, dass die Batterien größtenteils in asiatischen Ländern wie China produziert werden, dass Rohstoffe wie Kobalt und Lithium auf menschenunwürdige Art in der Dritten Welt von Kindern abgebaut werden?

Dabei hat die deutsche Automobilindustrie doch die Lösung im eigenen Land. Anstatt die Produktion von umweltfreundlichsten CNG-Fahrzeugen herunterzufahren, sollten wir diesen Antrieb vielmehr in den Mittelpunkt rücken. Die Vorteile dieser Fahrzeuge in Sachen Umwelt und Arbeitsplatzsicherung nicht zuletzt bei kleineren und mittleren Zulieferern im eigenen Land sind schließlich allgemein bekannt.

Kurzum: Öffentliches Geld wird in naher Zukunft an vielen Stellen der Wirtschaft dringend benötigt. Dem Wunsch nach neuen Subventionen in der Automobilbranche stehe ich daher eher skeptisch gegenüber. Sollten Prämien jedoch unbedingt als notwendig erachtet werden, dann meiner Meinung nach bitte nur unter der Maßgabe, dass es keine zusätzlichen Subventionen für E-Fahrzeuge gibt, sondern vielmehr eine Angleichung für CNG-angetriebene Automobile. Denn seien wir doch ehrlich: Es gibt heute Benziner, Diesel, Hybrid, E-Antrieb, aber auch CNG. Nur eine sinnvolle Mischung dieser Antriebsarten wird unserem Mobilitätsanspruch gerecht. Daher kann es meiner Ansicht nach einfach nicht sein, wenn die Politik zwar von Technikoffenheit spricht, jedoch E-Mobilität meint. Die Corona-Pandemie beweist ja bereits schmerzlich, was es heißt, von Ländern wie China abhängig zu sein.

Ihr

Miklòs Graf Dezasse
Präsident CNG-Club e. V. 

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