Bundestag beschließt Änderungen ab 01.12.2023
Stichwort: LKW-Maut

Anders als von der Bundesregierung behauptet, leistet die reformierte Lkw-Maut in Deutschland keinen Beitrag zum Klimaschutz, sondern ist in der Praxis sogar kontraproduktiv. Denn die CO2-Emissionen, die durch den Betrieb eines Lkw entstehen, werden weder bei der Lkw-Maut noch bei dem CO2-Aufschlag berücksichtigt. Das führt dazu, dass regenerative Antriebe, mit denen Transport-unternehmen schon heute klimaneutrale Logistik realisieren, durch das neue Mautgesetz zum Rückumstieg auf fossilen Diesel gedrängt werden.

Ein Lkw, der klimaneutral mit regenerativem, nachhaltig erzeugtem BioCNG aus Abfall- und Reststoffen fährt und dessen Betrieb 0 Gramm COpro Kilometer verursacht, hat den gleichen hohen Mautsatz und die volle CO2-Abgabe wie ein Lkw zu bezahlen, der mit fossilem Diesel fährt. Durch den nun fehlenden wirtschaftlichen Anreiz, der die Anlaufschwierigkeiten bei alternativen Antrieben ausgleicht, wird die Transportwirtschaft in Zukunft verstärkt Diesel-Lkw beschaffen und regenerative Antriebe weniger nachfragen. Die Folge ist, dass der Anteil an regenerativer Energie im Transportsektor zurückgehen wird.

Ebenso verhält es sich mit Lkw, die mit regenerativem Bio-LNG angetrieben werden - auch diese haben gegenüber fossilem Diesel keine Vorteile obwohl es eine massive CO2-Reduktion bewirkt, statt mit Diesel mit Bio-LNG zu fahren.

Dagegen werden Elektro-Lkw wie der kürzlich von Mercedes vorgestellte "eActros 600" komplett von der Lkw-Maut befreit und müssen keinen CO2-Aufschlag bezahlen. Obwohl selbst Mercedes berechnet hat, dass der eActros 600 beim CO2-armen europäischen Strommix nur eine CO2-Minderung von 40 Prozent gegenüber einem Diesel-Actros erzielt.

Hintergrund: BioCNG/Biomethan als Kraftstoff hat die Transformation zum erneuerbaren Antrieb nahezu abgeschlossen: Aktuell sind über 95 % der deutschen CNG-Tankstellen bereits auf das regenerative Gas aus Rest- und Abfallstoffen umgestellt. BioCNG/Biomethan kann einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten - wenn politisch gewollt!


Ihre Ansprechpartnerin: Birgit Maria Wöber
Tel. 089-435291-27, E-Mail: mail

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